Avodah Zarah 40

Kapitel 40

א ולא בבגדי צבע [של] אשה ולא בחמור ולא בחמורה ולא בחזיר ולא בחזירה ולא בעופות בזמן שנזקקין זה לזה ואפילו מלא עינים כמלאך המות
1 auch nicht die bunten Kleider einer Frau; ferner nicht Esel und Eselin, Schwein und Sau, oder Vögel, wenn sie einander begatten, und selbst wenn man voll Augen ist, gleich dem Todesengel!?
ב אמרו עליו על מלאך המות שכולו מלא עינים בשעת פטירתו של חולה עומד מעל מראשותיו וחרבו שלופה בידו וטיפה של מרה תלויה בו כיון שחולה רואה אותו מזדעזע ופותח פיו וזורקה לתוך פיו ממנה מת ממנה מסריח ממנה פניו מוריקות
2 Man sagt nämlich vom Todesengel, daß er voll Augen ist, und beim Sterben des Menschen steht er an seiner Kopfseite mit gezücktem Schwerte in der Hand, an dem ein Tropfen Galle hängt. Sobald der Kranke ihn erblickt, erbebt er und öffnet seinen Mund, und dieser wirft ihn hinein. Davon stirbt er, davon wird er übelriechend und davon vergilbt sich sein Gesicht. —
ג קרן זוית הואי:
3 Es war an einer Straßenecke.
ד ולא בבגדי צבע [של] אשה: א"ר יהודה אמר שמואל אפילו שטוחין על גבי כותל א"ר פפא ובמכיר בעליהן אמר רבא דיקא נמי דקתני ולא בבגדי צבע אשה ולא קתני ולא בבגדי צבעונין שמע מינה
4 «Auch nicht die bunten Kleider einer Frau.» R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Selbst wenn sie an der Wand hängen. R. Papa sagte: Nur wenn man die Besitzerin kennt. Raba sagte: Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt: die bunten Kleider einer Frau, und nicht: bunte Frauenkleider. Schließe hieraus.
ה אמר רב חסדא הני מילי בעתיקי אבל בחדתי לית לן בה דאי לא תימא הכי אנן מנא לאשפורי היכי יהבינן הא קא מסתכל
5 R. Ḥisda sagte: Dies gilt nur von gebrauchten, bei ungebrauchten aber ist nichts dabei, denn wenn dem nicht so wäre, wieso dürften wir Kleider zum Aufputzen geben, diese betrachten sie ja!? —
ו ולטעמיך הא דאמר רב יהודה מין במינו מותר להכניס כמכחול בשפופרת הא קא מסתכל אלא בעבידתיה טריד ה"נ בעבידתיה טריד
6 Auch nach deiner Auffassung ist ja einzuwenden: wieso sagte R. Jehuda, daß man bei [Tieren] demselben Art [das Glied] hineinstecken dürfe, wie den Stift in das Schminkrohr, man betrachtet dies ja!? Du mußt also erklären, man sei mit seiner Arbeit beschäftigt, ebenso sind auch diese mit ihrer Arbeit beschäftigt.
ז אמר מר ממנה מת נימא פליגא דאבוה דשמואל דאמר אבוה דשמואל אמר לי מלאך המות אי לא דחיישנא ליקרא דברייתא הוה פרענא בית השחיטה כבהמה דלמא ההיא טיפה מחתכה להו לסימנין
7 Der Meister sagte: Davon stirbt er. Es wäre also anzunehmen, daß er gegen den Vater Šemuéls streitet, denn der Vater Šemuéls sagte, der Todesengel habe zu ihm gesagt: wenn ich nicht die Achtung der Menschen berücksichtigte, so würde ich die Schnittstelle freigelegt haben, wie bei einem Tiere. — Vielleicht durchschneidet eben dieser Tropfen die Halsorgane.
ח ממנה מסריח מסייע ליה לרבי חנינא בר כהנא דא"ר חנינא בר כהנא אמרי בי רב הרוצה שלא יסריח מתו יהפכנו על פניו:
8 «Davon wird er übelriechend.» Dies ist eine Stütze für R. Ḥanina b. Kahana, denn R. Ḥanina b. Kahana sagte im Namen der Schule Rabhs: Wünscht jemand, daß sein Toter nicht übelriechend werde, so lege er ihn mit dem Gesichte nach unten.
ט ת"ר (דברים כג, י) ונשמרת מכל דבר רע שלא יהרהר אדם ביום ויבוא לידי טומאה בלילה
9 Die Rabbanan lehrten: <i>Hüte dich vor allem Bösen</i>; man darf nicht an etwas [Sündhaftes] am Tage denken und dadurch nachts zur Verunreinigung kommen.
י מכאן א"ר פנחס בן יאיר תורה מביאה לידי זהירות זהירות מביאה לידי זריזות זריזות מביאה לידי נקיות נקיות מביאה לידי פרישות פרישות מביאה לידי טהרה טהרה מביאה לידי חסידות חסידות מביאה לידי ענוה ענוה מביאה לידי יראת חטא יראת חטא מביאה לידי קדושה קדושה מביאה לידי רוח הקודש רוח הקודש מביאה לידי תחיית המתים וחסידות גדולה מכולן שנאמר (תהלים פט, כ) אז דברת בחזון לחסידיך
10 Hieraus folgerte R. Pinḥas b. Jaír: die Tora führt zur Inachtnahme, die Inachtnahme führt zur Vorsicht, die Vorsicht führt zur Reinheit, die Reinheit führt zur Absonderung, die Absonderung führt zur Lauterkeit, die Lauterkeit führt zur Frömmigkeit, die Frömmigkeit führt zur Demut, die Demut führt zur Sündenscheu, die Sündenscheu führt zur Heiligkeit, die Heiligkeit führt zur göttlichen Inspiration, und die göttliche Inspiration führt zur [Macht der] Totenbelebung. Von all diesem am bedeutendsten ist die Frömmigkeit, denn es heißt: <i>damals redetest du im Gesichte zu deinen Frommen</i>.
יא ופליגא דרבי יהושע בן לוי דא"ר יהושע בן לוי ענוה גדולה מכולן שנאמר (ישעיהו סא, א) רוח ה' אלהים עלי יען משח ה' אותי לבשר ענוים חסידים לא נאמר אלא ענוים הא למדת שענוה גדולה מכולן:
11 Er streitet somit gegen R. Jehošua͑ b. Levi, denn R. Jehošua͑ b. Levi sagte, von all diesem sei die Demut am bedeutendsten, denn es heißt: <i>der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir, dieweil der Herr mich gesalbt hat, um den Demütigen frohe Botschaft zu bringen</i>. Es heißt nicht: den Frommen, sondern: den Demütigen; du lernst also, daß die Demut von all diesem am bedeutendsten ist.
יב אין מוכרין להן וכו': ת"ר מוכרין להן אילן על מנת לקוץ וקוצץ דברי ר' יהודה רבי מאיר אומר אין מוכרין להן אלא קצוצה שחת על מנת לגזוז וגוזז דברי רבי יהודה ר"מ אומר אין מוכרין להן אלא גזוזה קמה על מנת לקצור וקוצר דברי רבי יהודה ר' מאיר אומר אין מוכרין אלא קצורה
12 M<small>AN DARF IHNEN NICHTS &amp;C. VERKAUFEN.</small> Die Rabbanan lehrten: Man darf ihnen einen Baum verkaufen unter der Bedingung, ihn niederzuhauen, und er haue ihn nieder — so R. Jehuda; R. Meír sagt, man dürfe ihnen nur einen niedergehauenen verkaufen. Futtergetreide nur unter der Bedingung, es zu mähen, und er mähe es — so R. Jehuda; R. Meír sagt, man dürfe ihnen nur gemähtes verkaufen. Halmgetreide nur unter der Bedingung, es zu mähen, und er mähe es — so R. Jehuda; R. Meír sagt, man dürfe ihnen nur gemähtes verkaufen.
יג וצריכא דאי אשמעינן אילן בהא קאמר רבי מאיר כיון דלא פסיד משהי ליה אבל האי דכי משהי לה פסיד אימא מודי ליה לר' יהודה
13 Und [alle Fälle] sind nötig. Würde er es nur von einem Baume gelehrt haben, [so könnte man glauben,] R. Meír sei seiner Ansicht nur in diesem Falle, weil [der Käufer], da er dadurch nichts verliert, ihn stehen lassen könnte, bei den anderen aber, wobei er, wenn er es stehen läßt, einen Schaden erleidet, pflichte er R. Jehuda bei.
יד ואי אשמעינן בהני תרתי משום דלא ידיע שבחייהו אבל שחת דידיע שבחייהו אימא מודי ליה לר' מאיר
14 Und würde er nur diese zwei gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil bei diesen der Wert nicht steigt, beim Futtergetreide aber, wobei der Wert steigt, pflichte er R. Meír bei.
טו ואי אשמעינן בהא בהא קאמר ר' מאיר אבל בהנך אימא מודי ליה לרבי יהודה צריכא
15 Und würde er es nur von diesem gelehrt haben, [so könnte man glauben,] R. Meír vertrete seine Ansicht nur bei diesem, bei jenen aber pflichte er R. Jehuda bei. Daher sind alle nötig.
טז איבעיא להו בהמה על מנת לשחוט מהו
16 Sie fragten: Wie verhält es sich bei einem Tiere unter der Bedingung, es zu schlachten;
יז התם טעמא מאי שרי ר' יהודה דלאו ברשותיה קיימי ולא מצי משהי להו אבל בהמה כיון דברשותיה דעובד כוכבים קיימא משהי לה או דלמא לא שנא
17 erlaubt es R. Jehuda nur hierbei, wo es sich nicht in seinem Besitze befindet und er es nicht stehen lassen kann, während der Nichtjude das Tier, das sich in seinem Besitze befindet, behalten kann, oder gibt es hierbei keinen Unterschied? —
יח ת"ש דתניא בהמה ע"מ לשחוט ושוחט דברי רבי יהודה רבי מאיר אומר אין מוכרין לו אלא שחוטה:
18 Komm und höre: Es wird gelehrt: ein Tier unter der Bedingung, es zu schlachten, und er schlachte es — so R. Jehuda; R. Meír sagt, man dürfe ihm nur ein geschlachtetes verkaufen.
יט <big><strong>מתני׳</strong></big> אין משכירין להם בתים בארץ ישראל ואין צריך לומר שדות ובסוריא
19 <b>M</b><small>AN DARF IHNEN IM</small> J<small>ISRAÉLLANDE KEINE</small> H<small>ÄUSER VERMIETEN, UND SELBSTVERSTÄNDLICH KEINE</small> F<small>ELDER; IN</small> S<small>YRIEN </small>